Vertrauen ist gut, DPOS ist besser

 

Wir alle müssen vertrauen; vertrauen in unsere Hausbank und den Euro, in faire Wahlen, in Verträge und Geschäftspartner.


"Wer damit anfängt, dass er allen traut, wird damit enden, dass er jeden für einen Schurken hält." Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863)


Der Erwerb dieser Vermögensanlage/n ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens führen. In Aussicht gestellte Erträge sind nicht gewährleistet und können niedriger ausfallen.“

Also wer vertraut wird auch ab und zu enttäuscht werden.

Am 12. Juni 2014 erreichte der Bitcoin Mining-Verbund GHash.io für mehrere Stunden mehr als 51% der gesamten Bitcoin Rechenleistung.* Dass das Vertrauen in den Bitcoin damals nicht komplett verschwand lag an der Tatsache das GHash kein Interesse daran hatte die damit einhergehende Macht für sich zu missbrauchen.


Aber das diese 51% an Rechenleistung überhaupt in einer einzigen Organisation gebündelt werden konnte hat die reale Gefahr einer feindlichen Übernahme deutlich aufgezeigt. Was soll daran so schlimm sein fragt man sich jetzt vielleicht.

Nun wer 51% der Bitcoin Rechenleistung kontrolliert kann auch alle Transaktionen beeinflussen, indem er entscheidet welche Transaktionen zulässig sind und welche nicht.

 

Um diesen sogenannten 51% Angriff möglichst schwer zu gestalten und andere Makel am Bitcoin Protokoll auszubessern wurden bereits vor dem 12. Juni 2014 neue und effektivere Protokolle erarbeitet und an alternativen Blockchain Projekten getestet.

Im Grunde geht es darum wie die Transaktionen beaufsichtigt werden und wer gegebenenfalls einschreiten kann und damit meine ich nicht die BaFin. Ein solches Transaktionsprotokoll sollte möglichst schnell, günstig, dezentral und im Interesse aller Anteilseigner arbeiten.

 

Auf die bekanntesten Transaktionsprotokolle und deren Lösungsansätze möchte ich an dieser Stelle etwas näher eingehen. 

POW - Proof-of-Work

Weitverbreitet ist immer noch POW (Proof-of-Work), das Original-Protokoll welches z.B. beim Bitcoin Verwendung findet. Bei POW sind die sogenannten Miner für das verifizieren der Transaktionen zuständig. Dafür benötigen sie sehr viel Rechenleistung, denn nur die leistungsfähigsten Miner schaffen es die begehrten Transaktionsblöcke zu errechnen. Im Gegenzug kassieren die Miner Transaktionsgebühren und erhalten neu erschaffene Bitcoins.

Wer 51 Prozent der Rechenleistung in einem reinen POW basierten Netzwerk kontrolliert kann einen "51% Angriff" durchführen.

POS - Proof-of-Stake

POS ist eine der ersten Weiterentwicklungen im Bereich der Blockchain basierten Transaktionsverifizierung und wird z.b. bei Peercoin genutzt wird. Bei POS übernehmen einzelne Knotenpunkte die Verifizierung der Transaktionen. Dafür erhalten die Knotenpunkte die Transaktionsgebühren basierend auf der Höhe ihrer Anteile.

Es sind sowohl 51% der Rechenleistung als auch 51% der Anteile notwendig um die Kontrolle über ein POS gestütztes Netzwerk zu übernehmen.

DPOS - Delegated Proof-of-Stake

DPOS wie in bitShares eingesetzt überträgt die Kontrolle an einhunderteins sogenannte Delegierte (Knotenpunkte), um die Transaktionen verifizieren. Die Delegierten werden in einem stetig fortlaufenden Wählverfahren (während jeder Transaktion) ernannt oder abgewählt. Wählen kann jeder Besitzer von BTS und sein Stimmgewicht hängt von der Höhe des jeweiligen Transaktionsvolumens ab.

 

Die Wahrscheinlichkeit eines "51% Angriffs" ist bei DPOS nicht unbedingt geringer als z.B. bei POS. Aber mit der Möglichkeit einzelne Delegierte auch direkt wieder abzuwählen schafft man zusätzliches Vertrauen und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Wettbewerb unter den Delegierten. So kommt es zu einer natürlichen Auslese, denn nur die produktivsten und zuverlässigsten Delegierten werden von den Anteilseignern in den Kreis der 101 aktiven Delegierten gewählt. Die aktiven Delegierten erhalten für ihre Dienste ein Entlohnung von 0-100 Prozent (pro Transaktionsblock) die sie zu Beginn frei wählen können.

Neben der verbesserten Sicherheit bietet DPOS, verglichen mit anderen Protokollen, eine sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit und vereinfachte Überweisungen dank TITAN.

Zusammengefasst sind alle aktuellen Blockchain-Protokolle für 51% Angriffe anfällig. Dass liegt aber in der Natur der Sache, denn schließlich sind feindliche Übernahmen durch Investoren auch in zentral gesteuerten Unternehmen nicht undenkbar.

Aber sowohl bei POW und POS als auch in DPOS haben die Miner, Knotenpunkte und Delegierten eigentlich kein natürliches Interesse daran dem Netzwerk zu Schaden, denn der Vertrauensverlust ausgelöst durch einen Angriff schadet in der Regel auch dem Angreifer selbst.

Der Herausgeber (Tim Wolf), Autoren oder nahestehende Dritte können Positionen in den analysierten und an dieser Stelle vorgestellten Anlagen eingegangen sein. Die Informationen, die Ihnen hier zur Verfügung gestellt werden, stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsaufforderung von Finanzinstrumenten oder Rechnungseinheiten jeglicher Art dar, sondern dienen lediglich zur allgemeinen Information. Alle Angaben werden sorgfältig recherchiert und stammen aus seriösen und vertrauenswürdigen Quellen. Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann allerdings nicht übernommen werden. Es wird darauf hingewiesen, daß Geschäfte mit sogenannten Kryptowährungen und anderen Anlagen und Finanzinstrumenten mit erheblichen Verlustrisiken verbunden sind, bei denen ein Totalverlust nicht ausgeschlossen werden kann. Es ist ratsam, sich vor Anlageentscheidungen bei Ihrem Finanzberater über diese Risiken zu informieren. Veröffentlichte Empfehlungen dienen nur zu Ihrer persönlichen Information und stellen keine Aufforderung zum Handel oder Kauf dar. Voraussagen über zukünftige Kursentwicklungen stellen lediglich Meinungen dar und sind daher keine Garantie, daß sich diese Ereignisse und möglichen Gewinne tatsächlich einstellen werden! Jegliche Haftung für Verluste, die aus der Befolgung der vorgestellten Signale entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen. Positive Ergebnisse aus der Vergangenheit können niemals Verluste in der Zukunft ausschließen und sind daher unter keinen Umständen als Gewinnversprechen zu verstehen.

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